Solidaritätszuschlag abschaffen unsozial?

Zur Finanzierung der Deutschen Einheit 1995 dauerhaft eingeführt hat der Solidaritätszuschlag 2016 etwa 16,5 Milliarden Euro zum Bundeshaushalt beigetragen. Der Soli wird als Zuschlag zur Einkommensteuer erhoben in Höhe von 5,5%. Er wird nicht zweckgebunden erhoben, sondern steht für beliebige staatliche Ausgaben zur Verfügung.

Nach 22 Jahren kann mal mal darüber nachdenken, diese Sondersteuer wieder abzuschaffen. Manche erheben dagegen den Einwand, dass der Wegfall des Soli die Gutverdiener deutlich mehr entlastet als die Geringverdiener. Das stimmt. Ebenso stimmt dann aber auch, dass die Gutverdiener bisher den größten Teil dieser Last getragen haben.

Krass gesagt, ist es so, dass durch eine Steuersenkung Menschen, die gar keine Steuern zahlen, GAR NICHT entlastet werden können. Kein Argument gegen eine Steuersenkung oder -Streichung. Logisch betrachtet sollte eine Steuer wegfallen, wenn der Grund der Einführung nicht mehr besteht. Die Verquickung dieser Sache mit sozialen Gesichtspunkten  entbehrt jeder Rationalität. Sozial wäre es, den steuerfreien Grundfreibetrag anzuheben.